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Zurück in die Zukunft des
Einzigartigen

Ute Papendick, Jahrgang 1961, hatte das Glück Anfang der 80er Jahre letztes Lehrmädchen bei der bekannten Maßschneiderin Traudl Wagner sein zu können. Die gebürtige Bayerin war damals die Nummer 1 in Essen, nähte für die gesamte High Society des Ruhrgebiets die anspruchsvollste Garderobe. Im Anschluss an die qua Bestnoten verkürzte Ausbildung schnupperte Ute Papendick als Musternäherin bei Klaus Steilmann (Bochum) zum ersten Mal in die industrielle Fertigung hinein. Nach eben einem Jahr entschloss sie sich, an der Modeschule Düsseldorf eine Ausbildung zur Schnitt- und Entwurfsdirectrice anzuschließen. Als sie anschließend zu Steilman zurückkehrte, konnte sie in der Gradierung ihre Fähigkeiten beweisen. Und durfte miterleben, wie die ersten Computer in der Modeproduktion Einzug hielten. Steilmann schickte Ute Papendick in dieser knapp drei Jahre währenden Schaffensperiode auch ins süditalienische Bari, wo sie über mehrere Monate als Assistentin des Produktionsleiters wirkte.

Für Ute Papendick waren die gefühlten Lehrjahre beendet, das Lernen jedoch noch lange nicht beendet: Aus der DOB für die Massen wechselte sie Ende der 80er zu Jahn & Pill nach Düsseldorf, wo sie den Erstschnitt für Cocktail- und Abendmode verantwortete. Dieses Thema vermochte, sie drei Jahre lang zu binden, dann wechselte sie zu Cartoon/Triangel nach Neuss. Der indische Inhaber forderte nicht nur Englisch als Umgangssprache im Unternehmen, er hatte auch die Nase in der zunehmenden Globalisierung vorn und wusste die breit angelegte Ausbildung von Ute Papendick zu schätzen. Von der Leitung des Erstschnitts avancierte sie schnell zur internationalen Qualitätskontrolleurin, prüfte und überwachte Produktionsstätten mit bis zu 2.000 Mitarbeitern in Indien und der Türkei. In dieser Zeit konnte sie auch die ersten Gehversuche der Branche in China miterleben.

1995 brach Ute Papendick ihre Zelte in Deutschland ganz ab, ging in die Türkei. Ihr Arbeitgeber fertigte dort in mehreren Fabriken DOB für 17 westeuropäische Firmen. Als einzige (blonde) Produktionsmanagerin unter türkischen Meistern hatte sie keinen leichten Stand. Rigider Umgang und zweifelhafte Methoden waren gute Gründe, nur ein Jahr später nach Deutschland zurückzukehren. Mitte der 90er Jahre übernahm Ute Papendick die Leitung der komplett CAD-basierten Schnittabteilung bei dem Label Höpfner Modelle in Halle Westfalen, im März 1998 wechselte sie zu der stark aufstrebenden Marke Gerry Weber am gleichen Ort. Auch Modemacher Gerhard Weber erkannte Erfahrung und Talente der Essenerin sofort: Erstschnitt-Directrice Outdoor blieb sie nicht lange, bald wurde ihr die Teamleitung übertragen. Weitere Stationen waren Hongkong, Südchina und Shanghai, wo sie Schnitt und Konstruktion schulte. Mit einem stark ausgeprägten Gespür für relevante Impulse hatte sie sich schnell einen Einkaufsetat erkämpft, der ihr erlaubte, Neues und Aufregendes aus fernen Ländern heim ins Design zu tragen. In den letzten vier Jahren ihrer Industriekarriere arbeitete Ute Papendick als Technische Designerin, war verantwortlich für die produktionstechnische Machbarkeitsprüfung neuer Ideen.

Seit 2011 ist Ute Papendick selbstständig und Kreateurin für einzigartige Strickmode mit ihrem eigenen Label UPADI. Ihr Atelier steht ebenso wie ihr bezauberndes Lädchen Cottage18A in dem Kirchdorf Hörste bei Halle in Westfalen.

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